ABGESAGT AUFGRUND CORONA!

Aufgrund der Allgemeinverfügung der Stadt Bad Honnef bleibt das Zeughaus der KG “Löstige Geselle 1946 e.V.” Bad Honnef vorläufig geschlossen.

Dieses gilt für alle Veranstaltungen im April 2020. Ob das Zeughaus mit der Kleinkunstszene ab Mai 2020 wieder offen ist, hängt von der aktuellen Situation ab.

Inzwischen hat der Bad Honnefer Zeughaus-Kleinkunstkeller alle Termine im ersten Halbjahr 2020 abgesagt. Dieser Schritt wurde in Absprache mit dem Kooperationspartner, der “KG Löstige Geselle”, vollzogen, so Veranstalter Rainer Hombücher. Sowohl für die Künstler als auch für den Veranstalter mache es keinen Sinn, in Ungewissheit zu planen.

Selbst wenn es ab Mai eine Lockerung geben sollte, seien die räumlichen Verhältnisse kritisch. 50 Sitzplätze auf kleinem Raum stehen zur Verfügung. “Unter regulären Bedingungen ist das eine tolle Atmosphäre, in Zeiten von Corona ein Risiko”, so Hombücher weiter. Allein die Abstandsregel wäre nicht einzuhalten.

Für alle Beteiligten bedeutet die Stornierung der Vorstellungen viel Frust und finanzielle Einbußen. Vor allem sind die Künstlerinnen und Künstler betroffen, die ständig einen hohen Aufwand betreiben, um ihrem Publikum die beste Leistung zu bieten.

Gerade Künstler, die keinen festen Platz in den diversen Radiosendungen haben oder nicht mit 50 Tonnen Equipment von Konzert zu Konzert ziehen, stehen in Zeiten wie diesen mehr oder weniger vor dem Ruin.

Auch die Fördermöglichkeiten von Bund und Ländern kommen für sie nur selten infrage. Soforthilfe können Unternehmer für betriebliche Kosten beantragen, beispielsweise Miete für Büroräume, Leasingverträge und Kredite, nicht aber für Lebenshaltungskosten.

Andere Künstlerinnen berichten, dass sie keine Soforthilfe bekämen, weil die Töpfe bereits leer seien. Sie werden auf die Grundsicherung verwiesen.

Ob die Kleinkunstveranstaltungen im Zeughaus im zweiten Halbjahr stattfinden können, muss abgewartet werden. “Die Vorbereitungen laufen natürlich und wir versuchen, die abgesagten Termine nachzuholen”, gibt sich Hombücher vorsichtig optimistisch. “Dennoch kann es sein, dass bis zum Ende des Jahres der “Vorhang” ganz unten bleibt”. Und 2021? “Auch das steht zurzeit in den Sternen. Die Planungen sind fast abgeschlossen, die Kassen leer, die Hoffnung groß.”

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